Archiv für Mai 2012

Boykottiert Pax Christi!

„Es geht also um einen Boykott und da, wie die Organisation selbst schreibt, die zu boykottierenden Waren nicht extra gekennzeichnet sind, kann sich die Aktion gar nicht ‚nur‘ gegen Erzeugnisse aus den „besetzten Gebieten“ richten. Sie fordern zum unterschiedslosen Kaufverzicht aller Waren aus Israel auf und es ist somit schlicht eine subtilere Fortsetzung der unsäglichen Forderungen der linken Friedensfreunde in Bremen. Aber schon die Geschichte lehrt, dass die Kennzeichnung der Juden und der Boykott jüdischer Geschäfte nur ein Vorspiel waren. Logisch zu Ende gedacht bedeutet der Aufruf der Friedenschristen die Delegitimierung Israels und damit auch seines Existenzrechts.“

Weiter geht’s auf der Achse des Guten…

Ermutigung für Ermutiger

Die Erlangung der Freiheit ist keineswegs einfach. In Amerika wissen wir von der Schwierigkeit, Minderheiten zu schützen, eine nationale Armee aufzubauen, die Beziehung zwischen der Zentralregierung und regionalen Autoritäten festzulegen, weil wir uns diesen Herausforderungen am Tag unserer Unabhängigkeit stellen mussten. Und sie haben uns fast zerrissen. Es benötigte viele Jahrzehnte der Auseinandersetzungen, bis wir unseren eigenen Idealen gerecht wurden. Aber wir hörten niemals auf an die Macht dieser Ideale zu glauben – und wir sollten es auch heute nicht tun. (George W. Bush, 15. Mai 2012)

Viel wird geredet über den arabischen Frühling, der in den Augen einiger bereits zu einem Winter geworden ist. Nur einer scheint zu wissen, dass Freiheit nicht von heute auf morgen kommt, dass sie eines kontinuierlichen Glaubens an die Freiheit und eines Strebens nach derselben bedarf, um sie zu erhalten und zu bewahren. Gemeint ist der ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten George W. Bush, der mit seiner Freiheitsagenda viel dazu beigetragen hat, dass nach Jahrzehnten der Ignoranz endlich der Funken der Freiheit in den Nahen Osten getragen wurde. Der amerikanische Kolumnist Charles Krauthammer hatte als einer der wenigen bereits im März 2011 Bushs Freiheitsagenda als einen entscheidenden Faktor für die Aufstände ausgemacht. Denn ohne die Beseitigung eines der brutalsten Herrscher im Nahen Osten, dessen Verhaftung, Verurteilung und Hinrichtung hätten die Menschen im Maghreb, im Jemen und in Syrien nie den Mut gefunden, die gottgleichen Diktatoren infrage zu stellen.
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Gehrcke und sein Genosse

Der friedensbewegte Gehrcke richtete in dieser Woche in der Fragestunde an die Bundesregierung das Augenmerk der Öffentlichkeit auf das israelische Unrecht gegenüber Barghouti. Wenn man den Ausführungen des außenpolitischen Sprechers der Linkspartei so folgte, konnte man meinen, dass es in Israel nicht mit rechten Dingen zugeht. Wie kann es sein, dass ein demokratisch gewählter Politiker in Israel im Gefängnis schmort?

Leider verschwieg Herr Gehrcke bei seiner so besorgt lautenden Anfrage einige entscheidende Details zum Leben des Marwan Barghouti. Denn dieser wurde im Jahr 2004 von einem israelischen Gericht zu fünfmal lebenslänglicher Haft verurteilt, weil er für schuldig befunden wurde, an mehreren Morden und Terroranschlägen beteiligt gewesen zu sein.

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Nichtberichterstattung

Während SPIEGEL online sich in der gewohnt israelkritischen Rhetorik ergeht und über die Erweiterung der Regierungskoalition Israels titelt: „Netanjahu schmiedet Kriegskoalition“, übergeht diese deutsche Qualitätsseite wie üblich jegliche vertrauensbildende Maßnahmen der Israelis.

So erfährt man dort nichts von den zahlreichen Maßnahmen, die Netanyahu in den letzten Wochen implementiert hat, und die die Bewegungsfreiheit der Palästinenser erleichtern. Wenn es um den Nahen Osten geht, sollte man sich wirklich nicht alleine auf die Berichterstattung deutscher Medien verlassen.

Denn wie der Militärkorrespondent der Jerusalem Post Yaakov Katz vor ein paar Tagen berichtete, hatte die Zivilverwaltung von Judäa und Samaria (Westbank) aufgrund der gestiegenen Stabilität in diesen Gebieten einige der sogenannten „road blocks“ entfernen können.

Diese Hindernisse wurden von mindestens sechs Straßen in der Nähe von Tulkarem, Nablus, Balata und Ariel geräumt. Zusätzlich wurde bereits vor einigen Wochen die sogenannte Shomronim Barriere beseitigt.

In den letzten 4 Jahren kamen außerdem 30 „checkpoints“ dazu, wo im Gegensatz zu den „road blocks“ israelische Soldaten Palästinenser kontrollieren. Gegenwärtig bleiben damit 11 „checkpoints“, die sich, so Katz weiter, hauptsächlich entlang der Grünen Linie – der Waffenstillstandslinie von 1949 – befinden. Katz zitiert einen israelischen Offizier: „Heute können Palästinenser von Nord-Samaria nach Süd-Judäa in Rekordzeit reisen und müssen dabei vielleicht einen checkpoint passieren. Vor drei Jahren hätte es einige Stunden gedauert und sie hätten mehrere checkpoints über sich ergehen lassen müssen.“

Die Redaktion von SPIEGEL online sinniert lieber weiter über die „Kriegskoalition“ und möchte auf liebgewonnene Feindbilder nicht verzichten. Das ist verständlich, würde sonst das Bild des Nahen Ostens zu komplex. In Hamburg sollten sie also Netanyahu für seinen innenpolitischen Coup fast schon dankbar sein. Denn gäbe es den gegenwärtigen israelischen Premierminister nicht, müsste man sich in der Hansestadt glatt einen eigenen Netanyahu erfinden. Aber so etwas würden SPIEGEL-Redakteure ja nie tun…

Die Vandalen kommen!

Wenn in Europa ein jüdischer Friedhof geschändet wird, kommt es regelmäßig zu Appellen und Mahnwachen. Fänden in einer europäischen Stadt Angriffe gegen jüdische Grabstätten in der Häufigkeit und Regelmäßigkeit wie in Jerusalem statt, würde das als Zeichen für eine aggressive, neue Dimension des Antisemitismus gesehen werden. Da es sich jedoch um einen Friedhof in Israel handelt, begegnet man dieser Problematik mit europäischer Gleichgültigkeit.“

…weiter geht es auf der Achse des Guten.