Archiv der Kategorie 'Abbas'

Der Kaiser ohne Kleider

„In den letzten 65 Jahren haben sich die Fakten vor Ort grundlegend geändert. Seit 1967 ist Israel im Westjordanland und Jerusalem vereinigt, Hunderttausende Israelis wohnen dort und werden auch nach einem Friedensvertrag dort wohnen. Diesen Tatsachen müssen sich die Palästinenser endlich stellen.

Zumal Ehud Olmert noch im Jahr 2008 bereit war, nahezu hundert Prozent der Westbank zu räumen. Der Vorschlag mag nicht den palästinensischen Idealvorstellungen entsprochen haben, aber er wäre eine Basis für weitere Verhandlungen gewesen. Doch Abbas zog es vor, wieder einmal mit Nein zu antworten. Es ist diese Haltung, die wirkliche Fortschritte im Nahen Osten verhindert, obwohl es die Palästinenser sind, die eine Verständigung mit Israel dringend brauchen. So wird das palästinensische Drama auch nach Abbas’ Rede vor der Vollversammlung weitergehen, weil niemand in der internationalen Gemeinschaft derjenige sein möchte, der den Palästinensern sagt, dass sie der Kaiser ohne Kleider sind.“

Zu meinem Beitrag auf The European geht es HIER.

Mahmud Abbas, korrupt und unfähig

„Der „Arabische Frühling“ hat den Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern aus den Schlagzeilen verdrängt. Der Präsident der palästinensischen Autonomiebehörde Mahmud Abbas möchte das in dieser Woche ändern. Die Vollversammlung der Vereinten Nationen soll, so seine Ankündigung, Palästina den Status eines Beobachterstaats verleihen. Die Initiative offenbart Abbas’ Scheitern als palästinensischer Hoffnungsträger.“
Meinen vollständigen Artikel gibt es beim Tagesspiegel.

Die Vandalen kommen!

Wenn in Europa ein jüdischer Friedhof geschändet wird, kommt es regelmäßig zu Appellen und Mahnwachen. Fänden in einer europäischen Stadt Angriffe gegen jüdische Grabstätten in der Häufigkeit und Regelmäßigkeit wie in Jerusalem statt, würde das als Zeichen für eine aggressive, neue Dimension des Antisemitismus gesehen werden. Da es sich jedoch um einen Friedhof in Israel handelt, begegnet man dieser Problematik mit europäischer Gleichgültigkeit.“

…weiter geht es auf der Achse des Guten.

Brieffeind

In der letzten Woche übergab eine palästinensische Delegation dem israelischen Premierminister ein Schreiben des Präsidenten der palästinensischen Autonomiebehörde Mahmoud Abbas. Es lohnt sich, diesen Brief ein wenig genauer anzusehen, da er Einblicke in das Denken und Handeln der palästinensischen Führung erlaubt.

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Von Kritik keine Spur

Erinnert sich noch jemand an Sigmar Gabriel, sozialdemokratischer Nahost-Leichtmatrose, der vor mehr als einem Monat die jüdischen Teile Hebrons als „Apartheidregime“ verunglimpft hat? Ein nachmittäglicher Besuch reichte dem Politiker, um sich eine Meinung über Israels Verhalten dort zu bilden. Passt es da nicht, dass sich jener Gabriel jetzt mit Günter Grass solidarisiert, dem missverstandenem „Dichter“ und notorischen Lügner. Auch ist es wenig verwunderlich, wenn sich Gabriel im Interview mit einem Verweis auf Desmond Tutu und Jimmy Carter zwei der exponiertesten Israelfeinde als Vorbilder für seine unsägliche Äußerung ausgesucht hat. Und natürlich wiederholt Gabriel, wie sein Bruder im Geiste Grass, die gleichen verschwörungstheoretischen Fantasien über ein vermeintliches Schweigen zu israelischem „Unrecht“. Gerade als „Freund“ Israels müsse man dieses kritisieren dürfen, so der Vorsitzende der SPD weiter. Es wurde schon genug darüber geschrieben, dass diese Kritik beinahe täglich geäußert wird. Sucht man beispielsweise bei Google nach „Israel“ und „Unrecht“, dann erhält man nahezu 1 Millionen Treffer. Auch in deutschen Talkshows ist Kritik an Israel nahezu omnipräsent: da wird Israels Regierungschef mit Ahmedineschad auf eine Ebene gestellt und egal ob bei Maybrit Illner oder Günter Jauch von einem Kritikverbot keine Spur.

Es zerbrechen sich also deutsche Politiker, Journalisten und „Dichter“ den lieben langen Tag ihren Kopf über etwas, worüber man sich diesen nicht zu zerbrechen bräuchte. Andererseits schränkt diese Anstrengung offenbar ihre Fähigkeit ein, sich auch noch über andere Probleme Gedanken zu machen. Zum Beispiel könnten diese „kritischen Freunde Israels“ ein paar Minuten ihrer kostbaren Zeit darauf verwenden, die palästinensische Führung in Ramallah genauer unter die Lupe zu nehmen.
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