Archiv der Kategorie 'Wahlen USA 2012'

Werden jüdische Amerikaner konservativer?

Diese Woche ist ein Artikel von mir in der Jüdischen Allgemeinen über das Wählerverhalten jüdischer Amerikaner erschienen.

Zum Artikel geht es hier.

Romney vs Obama

Überraschend ist die Entscheidung über den republikanischen Präsidentschaftskandidaten in der letzten Woche gefallen. Nachdem Rick Santorum seine Kandidatur um die Nominierung (wahrscheinlich aufgrund der Erkrankung seiner Tochter) zurüchgezogen hat, sind die restlichen Vorwahlen nur noch reine Formsache. Mitt Romney wird der Gegenkandidat zum amtierenden Präsident Barack Obama.

Im Moment verfügt Obama in einem direkten Vergleich mit Romney zwar noch über einen leichten Vorsprung (nimmt man den Durchschnitt aller Umfragen), aber in den letzten Wochen zeichnet sich ein Abwärtstrend ab. Bei der jüngsten Gallup-Umfrage führt Romney unter den Unabhängigen, die in der kommenden Wahl wohl entscheidend sein dürften. Bei der Frage nach der Bewertung von Obamas Arbeit als Präsident überwog in der letzten Woche zwar knapp, aber weiterhin die negative Einschätzung (Noch deutlicher Hier).
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Vorwärts!

Wow! Das war wirklich verrückt. Innerhalb weniger Tage konnte Romney die Stimmung in Florida um 180° zu seinen Gunsten drehen und in der Wahlnacht einen souveränen Sieg mit 46.4% einfahren. Damit lag er sogar vor Gingrich (31.9%) und Santorum (13.3%) zusammengenommen. Wichtig war vor allem, dass Romney durch alle Wählerschichten hindurch (bis auf diejenigen, die sich als sehr konservativ einschätzen) gewinnen konnte und er vor allem aufgrund seiner Wählbarkeit siegte.

Zum einen ist Romney wirklich, wie ich es im letzten post gehofft hatte, aggressiver gegen Gingrich vorgegangen. Sowohl in den zwei Debatten in Florida, aber auch durch seine massive Wahlwerbung. Romney gab in Florida viermal so viel aus wie Gingrich, nämlich über 15 Millionen Dollar zu 3.4 Millionen Dollar. Zum anderen hatte Gingrich keine wirkliche Strategie, wie er mit diesem aggressiven Romney umgehen sollte. In seinem eigentlichen Terrain, den Fernsehdebatten, war er auffallend passiv und defensiv. Romney gelang es mit der Unterstützung prominenter Republikaner wie Eliott Abrams Gingrichs Bilanz als ein Ronald Reagan Konservativer zu hinterfragen, seine Tätigkeit für die Hypothekenbank Freddie Mac in ein sehr schlechtes Licht zu rücken und die Ernsthaftigkeit von Gingrichs „grandiosen Ideen“, wie beispielsweise eine Mondkolonie zu errichten, anzuzweifeln.
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Unberechenbare Demokratie

Demokratie ist einfach unberechenbar. Da schien alles schon entschieden und dann sowas. Vor zwei Wochen lag Romney in Umfragen in South Carolina bei knapp 37% und Gingrich bei circa 23%. Doch dann gab Rick Perry auf und empfahl seinen Anhängern die Wahl Gingrichs. Kurz darauf korrigierten die Republikaner in Iowa das Ergebnis der Caucuse und erklärten Santorum zum Sieger. Außer der aggressiven Kampagne gegen Romneys berufliche Vergangenheit bei einer Kapitalbeteiligungsgesellschaft wurden Vermutungen gestreut, er zahle nur 15% Steuern und schließlich lieferten die Moderatoren Juan Williams und John King Newt Gingrich bei zwei Debatten in der letzten Woche Steilvorlagen, die der brillante Rhetoriker Gingrich aufzunehmen und für sich zu nutzen wusste.
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Mitts Moment

Bereits wenige Minuten nachdem am Dienstagabend die Wahllokale für den Primary in New Hampshire geschlossen waren, stand fest, dass Mitt Romney gewonnen hatte. Kurz darauf trat die gesamte Familie Romney – außer Mitt, sind das seine Frau, Ann, seine fünf Söhne und zahlreiche Enkelkinder – auf die Bühne und Mitt Romney hielt eine Rede, die viele Kommentatoren für seine bisher beste hielten. Darin stellte Mitt Romney klar, dass es im kommenden Wahlkampf um zwei unterschiedliche Visionen von Amerika gehen wird. Während Obama Pessimismus verbreite, stehe er für amerikanischen Optimismus und den Glauben, dass es besser werde. Seine Kampagne baue auf den amerikanischen Idealen von ökonomischer Freiheit und einer klaren und unmissverständlichen Außenpolitik auf, so Romney weiter.

In seiner Rede probierte Romney bereits Slogans für den kommenden Wahlkampf gegen den amtierenden Präsidenten aus. Sollte er wirklich die Nominierung erhalten, dann werden wir wahrscheinlich Sätze wie diesen öfters hören: „Dem Präsidenten gehen die Ideen aus. Jetzt fehlen ihm auch die Ausreden.“

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